Chopard - Breguet - Jaeger-LeCoultre - Patek Philippe


Patek Philippe Ankauf

Am 1. Mai 1839 wird in Genf von zwei polnischen Immigranten die Uhrenmanufaktur Patek, Czapek & Co. gegründet. Die Gründer sind der Geschäftsmann und Adlige Antoine Norbert Graf dePatek und der Uhrmacher Francois Czapek, wegen Differenzen zwischen beiden wird jedoch die Zusammenarbeit kurz nach der Gründung nicht weiter geführt.

Francois Czapek betreibt nun alleine noch bis 1869 die Firma Czapek & Co.

Graf dePatek macht Jean-Adrien Philippe, einen begabten französischen Uhrmacher zu seinem Partner, nachdem er diesem bei der Pariser Weltausstellung 1844 begegnete. Philippe hatte die Uhrengeschichte zu diesem Zeitpunkt bereits um eine revolutionäre Erfindung mit dem Kronenaufzug bereichert.

Nach dem Eintritt von Jean-Adrien Philippe und Vincent Gostkowski wird am 15. Mai 1845 die Firma in Patek & Co. umbenannt. Noch im gleichen Jahr wird ein Patent für eine Uhr mit Aufzugswelle und Zeigerstell- Mechanismus angemeldet, die erste Uhr von Patek & Co. mit Minutenrepetition. Eine nochmalige Namensänderung erfolgt am 1. Januar 1851, die Firma heißt ab jetzt Patek Philippe & Co. Im Jahr 1881 wird ein weiteres Patent für eine Präzisions- Feinregulierung von Philippe angemeldet.

Am 1. Februar 1901 wird eine Umwandlung der Firma in eine Aktiengesellschaft vorgenommen, die Firma wird in "Ancienne Manufacture d'Horlogerie Patek Philippe & Cie. S.A." umbenannt. Im folgenden Jahr erfolgte wieder eine Patentanmeldung für einen Doppel-Chronographen.

Weitere Erfindungen wie die 1925 die weltweit erste Armbanduhr mit ewigem Kalender und 1927 die ersten Armbandchronographen machten auf die Firma aufmerksam.

Während der Wirtschaftskrise wurden finanzkräftige Investoren von der Firma gesucht.

Deshalb erklärten sich die Brüder Charles und Jean Stern im Jahr 1931 bereit, die Aktienmehrheit des Unternehmens zu übernehmen, deren Firma gehörte schon seit Jahren zu den Lieferanten von Zifferblättern.

Seither wird der Name Stern mit Patek Philippe immer in einem Atemzug genannt, noch heute hat Philippe Stern schon in dritter Generation die Funktion als Präsident des Unternehmens, Thierry Stern, sein Sohn, fungiert als Vizepräsident inzwischen bereits in der vierten Generation.

1932 präsentiert die Firma das Modell Calatrava, benannt nach einem Ritterorden. Diese Modellserie gehört seitdem zu den Klassikern der Manufaktur. Das Calatrava-Kreuz gilt nach wie vor als Markenzeichen dieser Uhren.
Im Jahr 1937 entwickelte der Genfer Uhrmacher Louis Cottier im Auftrag von Patek Philippe die ersten Armbanduhren "heure universelle", bei diesen kann vom Zifferblatt die Zeit in allen 24 Zeitzonen der Erde zur gleichen Zeit abgelesen werden.

Anfangs der 40er Jahre beginnt eine Serienproduktion von Chronographen und Armbanduhren mit ewigem Kalender, immer wieder gelingt es Patek Philippe in den folgenden Jahren, bei Präzisionswettbewerben des Observatoriums Genf den Sieg davon zu tragen, so erfolgte 1962 die Vorstellung der weltweit ersten Armbanduhr mit ewigem Kalender und automatischem Aufzug.

Im Jahr 1966 entwirft Jean Daniel Rubeli das Modell Ellipse, 1976 wird das von Gérald Genta entworfene Modell Nautilus vorgestellt, eine in Bullaugen-Form gestaltete Lünette, die eine Wasserdichte auf 120 Meter gewährleistete.

1977 das flachste Automatikwerk Kaliber 240 mit nur 2,40 mm Höhe.

Pünktlich zum 150- jährigen Jubiläum stellt Patek Philippe im Jahr 1989 das legendäre Kaliber 89 vor, dessen Entwicklung ganze neun Jahre dauerte, mit 33 Komplikationen so wie 1728 Bestandteilen gilt diese Uhr als Taschenuhr der Superlative, außerdem verfügt sie über zwei Gehäuseseiten, 24 Zeiger und 12 Hilfszifferblätter, einer Minutenrepetition mit großem und auch kleinem Läutwerk, einem Wecker, Tourbillon, ewigem Kalender, einem Schleppzeigerchronographenwerk und über weitere 20 Komplikationen, deshalb gilt diese Uhr als kompliziertes und extravagantes Taschenuhrwerk überhaupt.

Im Jahr 2000 wird die „Star Caliber 2000“ vorgestellt, eine von drei komplizierten Taschenuhren, deren 21 Komplikationen besonders bedienerfreundlich vereint sind.

Die erste doppelseitige Armbanduhr, die Patek Philippe je gefertigt hat, ist das im Jahr 2002 präsentierte Modell Sky Moon Tourbillon Ref. 5002, 2003 wird als Weltneuheit die Referenz 5100 "10 Jours" mit einer Gangreserve von über 10 Tagen präsentiert, dabei kommen vier Modellvarianten in Weißgold, Gelbgold, Platin und Roségold zum Einsatz, die auf 3000 Stück limitiert sind.

Am 8. November 2001 wurde in Genf das Patek Philippe Museum eröffnet, welches das die Entwicklung der Uhrmacherkunst bis in die heutige Zeit dokumentiert, hier handelt es sich um eine umfangreiche Sammlung, die hier den Besuchern gezeigt wird.
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